Unterricht und Erziehung
Wir orientieren uns bei der Arbeit in der Grundschule an folgenden Leitgedanken:
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Unsere Lernangebote sollen das selbstständige und eigenaktive Lernen der Kinder fördern.
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Wir differenzieren Aufgaben und Unterrichtsinhalte und stimmen sie so mit dem Leistungsvermögen jedes einzelnen Kindes ab.
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Wir legen Wert auf ein vertrauensvolles Arbeits- und Lernklima. Lob und Anerkennung, Hilfsbereitschaft und Kooperation sind wichtige Grundsätze für ein erfolgreiches Lernen.
- Die Jahrgangsmischung leistet einen wichtigen Beitrag zum sozialen Lernen: Die Älteren als "Paten" helfen und erklären den Jüngeren und frischen dabei den vergangenen Unterrichtsstoff wieder auf. Die Jüngeren können bei den Älteren reinschnuppern und eventuell sogar schon etwas vom Lernstoff der Älteren mitnehmen.
Die Fähigkeit selbstständig zu lernen ist von grundlegender Bedeutung für erfolgreiches Lernen. Selbstständigkeit ist ein Grundbaustein für das lebenslange Lernen. Mit der Lernmethode Wochenplan wird individuelles und eigenständiges Lernen sowie differenziertes Lehren ermöglicht. Der Wochenplan bildet eine methodische Grundlage für den Unterricht in allen Klassen. Neben dem Wochenplan werden weitere offene Unterrichtsformen wie Lernen an Stationen durchgeführt, um selbstständiges und selbst gesteuertes Lernen auf vielfältige Weise zu ermöglichen.
Im Sinne eines demokratischen Handelns möchten wir die Kinder weitestgehend in für sie bedeutsame Entscheidungen des Schullebens einbeziehen, z.B. Regeln, Rituale, Schulgarten-Gestaltung und z.T. Unterrichtsvorhaben. Die Kinder sollen die Möglichkeit erhalten, ihre Schulumgebung zu einem großen Teil selbst mitzugestalten.
Die Gestaltung eines Schultags an der Grundschule der DS Izmir
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Unsere Schulwoche beginnt für alle am Montag um 8:45 Uhr mit einer gemeinsamen Begrüßung, der Besprechung aktueller Themen sowie einem Erzählkreis über das Wochenende. An dem Morgenkreis nehmen alle Kinder der Klassen 1 bis 4 teil.
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Im Wochenplan bearbeiten die Kinder vorwiegend Aufgaben aus den Fächern Mathematik und Deutsch sowie Sachunterricht und Englisch (Klasse 3/4), in welchen sie Unterrichtsinhalte anwenden, üben und vertiefen oder neue Themen vorbereiten. Während der Wochenplanarbeit steht den Kindern frei, in welcher Reihenfolge sie die Aufgaben bearbeiten und mit wem. Dies hat zum Ziel, die Selbstorganisation und Eigenständigkeit der Kinder zu fördern. Darüber hinaus sollen sie Eigenverantwortung für ihr Lernen übernehmen.
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Die Unterrichtsstunden, die für die Kernfächer Deutsch und Mathematik vorgesehen sind, werden zum größten Teil in jahrgangsgetrennten Kursstunden erteilt, um die unterschiedlichen Lerninhalte der jeweiligen Klassenstufe vermitteln zu können. Alle anderen Fächer werden im Klassenverband unterrichtet und die Aufgaben gegebenenfalls auf unterschiedlichen Niveaustufen angeboten.
- Nach dem gemeinsamen Mittagessen haben die Kinder ausreichend Gelegenheit, im Schulgarten zu spielen und zu rennen.
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Im wöchentlichen Wechsel übernehmen die Kinder Dienste (wie z.B. Fegedienst oder Entendienst) und lernen dadurch, Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen.
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Nach dem Unterricht haben die Kinder die Möglichkeit, an verschiedenen Arbeitsgemeinschaften teilzunehmen (AG Tischtennis, Basteln, Theater, Töpfern, Fußball, Experimente und Naturbeobachtung). Zudem findet an zwei Tagen in der Woche eine Hausaufgaben-Betreuung statt. Die Angebote im Nachmittagsbereich werden von Honorarkräften, engagierten Eltern und Lehrern übernommen.
Unser Lese- und Schreiblernkonzept
Am ersten Schultag kommen jedes Jahr Erstklässler zusammen, die vermeintlich gleiche Voraussetzungen in Bezug auf die deutsche Sprache, den mathematischen Bereich sowie Grob- und Feinmotorik mitbringen. Gerade an einer Auslandsschule wie der Deutschen Schule Izmir sind es aber Kinder, die auf unterschiedliche Kindergärten in der Türkei, Deutschland oder einem anderen Land gegangen sind und dort ganz verschiedene Vorerfahrungen gesammelt haben. Daher vertreten wir offene und differenzierende Unterrichtsformen, um jedem Kind und seinem individuellen Lern- und Leistungsniveau gerecht zu werden – gerade auch im Lese- und Schreiblernprozess.
Wir verfolgen im ersten Schuljahr einen schreiborientierten Ansatz, d.h., die Kinder werden durch das eigene und freie Schreiben an die Buchstabenschrift herangeführt, festigen bekannte Buchstaben und erschließen sich neue. Die Kinder sollen von Anfang an eigene Wörter, später auch Sätze und Geschichten, aufschreiben. Wichtigstes Arbeitsmittel für die Kinder ist dabei die Schreibtabelle, auf der alle Buchstaben mit einem entsprechenden Bild versehen sind (z.B. „E“ wie „Esel“ und „Ente“) und mit dem jedes Kind seine Wörter lautieren kann. Die selbst verfassten und später auch fremden Wörter und Texte können nach dem Schreiben vom Kind mit Hilfe der Schreibtabelle erlesen werden.
Bei der Methode „Lesen durch Schreiben“ kann sich jedes Kind die Buchstaben des Alphabets in seinem eigenen Lerntempo erschließen und auf seinem individuellen Vorwissen aufbauen. Es wird nicht in seiner Entwicklung gehemmt und muss sich nicht dem Lerntempo der Klasse anpassen. Zusätzlich dazu werden die einzelnen Buchstaben im Unterricht thematisiert und weiterführend geübt.
Wichtig ist zu Beginn das lautgetreue Schreiben, d.h., „Fogel“ für „Vogel“ oder „Muta“ für „Mutter“ sind anfangs in Ordnung, auch wenn sich als Erwachsenem dabei die Haare sträuben können. Zunächst einmal sollen die Kinder erfahren, dass sie sich mit Hilfe der Schrift verständigen und ausdrücken können. Es ist für ein Kind eine tolle Erfahrung, wenn die von ihm geschriebenen Wörter oder Sätze von anderen Kindern oder Erwachsenen erlesen werden können. Erst wenn das Kind mehr Sicherheit in Bezug auf die Buchstaben und das Schreiben erlangt hat, können Besonderheiten wie beispielsweise das „-er“ am Ende von Wörtern wie „Kater“ oder „super“ erarbeitet werden. So werden im Laufe der Schuleingangsphase (1. und 2. Schuljahr) Rechtschreibphänomene kennen gelernt und Regeln angewendet. Das ständige Hinweisen auf Fehler schon zu Beginn würde jedoch die natürliche Schreibfreude des Kindes hemmen oder sogar verkümmern lassen. Die Kinder sollen jedoch zu genauem Hinhören angehalten werden: So sollen sie von Anfang an lernen, dass in jeder Silbe ein Königsbuchstabe (Vokal) enthalten sein muss.
Wenn Sie als Eltern mit Ihrem Kind zu Hause etwas schreiben möchten, sprechen Sie dem Kind das Wort langsam und deutlich vor und weisen Sie es nur auf Fehler hin, wenn es sich um fehlende oder falsch gehörte Buchstaben/Laute handelt. Loben Sie es auch für jeden gemachten Fortschritt!



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